Grüne: Grubenwasseranstieg in Neunkirchen verhindern – Einwendung bis zum 15. Januar erheben!

Schöpfer: „Kreis Neunkirchen darf nicht zu RAG-Trinkwasser-Experiment werden!“

Die Grünen im Kreis Neunkirchen kritisieren das geplante Vorhaben der RAG AG, das Grubenwasser im Saarland auf -320 Meter NN ansteigen zu lassen. Die Menschen im Landkreis Neunkirchen könnten von Folgeschäden besonders betroffen sein. Hierzu erklärt Tina Schöpfer, Kreisvorsitzende der Neunkircher Grünen und zugleich Landesvorsitzende ihrer Partei:

„Das vom Land in Auftrag gegebene Gutachten von Herrn Prof. Dr. Wagner zeigt klar, dass es im Saarland bei einem Anstieg des Grubenwassers zu Folgeschäden kommen könnte. Gerade in Neunkirchen kann eine Beeinträchtigung des Trinkwassers nicht vollkommen ausgeschlossen werden. Im schlimmsten Fall könnte das Trinkwasser der KEW Neunkirchen (Kasbruch, Hirschberg) betroffen sein und folglich den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Neunkirchen schaden. Auch konnte der Gutachter erneute Bergschäden durch die Flutung der Gruben nicht ausschließen. Zudem bestätigte der Gutachter auch die Befürchtungen über einen erhöhten Gastaustritt während des Grubenwasseranstiegs. Unabsehbare Ausgasungen von Methan dürfen nicht in Kauf genommen werden. Betroffen könnten dem Gutachten nach besonders die Gebiete des Feldes Ziehwald nahe Neunkirchen, der Nordostteil des Saarbrücker Sattels mit den Bereichen Hangard und Wiebelskirchen sowie der Bereich Heinitz und Umgebung sein.
Während die RAG AG in Nordrhein-Westfalen das Grubenwasser auf ewig abpumpt, um Schäden zu vermeiden, will sie im Saarland die so genannte Ewigkeitsklausel aufheben. Das Saarland und der Landkreis Neunkirchen dürfen nicht zum Reallabor der RAG AG werden. Aus diesem Grund muss das Vorhaben schnellstens gestoppt werden!
Zahlreiche Gemeinde- und Stadträte haben ihre Sorgen im Hinblick auf die geplante Grubenflutung zwischenzeitlich auch in Resolutionen bekundet. Dennoch läuft die Frist für Einwendungen im bergrechtlichen Planfeststellungsverfahren am 15. Januar aus. Nun ist es wichtig, dass viele Menschen persönlich ihre Sorgen und Bedenken im Hinblick auf die geplante Grubenflutung kund tun. Aus diesem Grund rufen wir alle Mitbürgerinnen und Mitbürger dazu auf, schriftlich Einwendungen beim zuständigen Oberbergamt einzureichen.“

Mustereinwendungen und weitere Informationen können unter folgender Adresse abgerufen werden: http://gruene-saar.de/grubenwasseranstieg-verhindern/

 

An einem zentralen Infostand in Neunkirchen vor dem Saarpark-Center verteilen die Grünen am Samstag, 13.01.2018, von 10-12 Uhr, außerdem Informationsflyer und bieten die Möglichkeit, direkt vor Ort Einwendungen zu unterschreiben.
 

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